Die Bestattung

Die Bestattung

Bei einer Bestattung nehmen Trauernde Abschied von einem verstorbenen Menschen, der ihnen nahe stand. Die christliche Bestattung ist einem Gottesdienst.

Angehörige, Freunde, Bekannte und die christliche Gemeinde hören darauf, was Gott in die Situation des Abschieds und der Trauer sagt. Sie blicken dankbar auf das Leben des Verstorbenen zurück und legen seine Zukunft in Gottes Hand. Angesichts des Todes wird die tröstende Botschaft des Evangeliums laut: Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei. Römer 14,8

Bibelstellen zum Thema:

Johannes 11,25-26; Johannes 8,51; Johannes 5,24; 1. Korinther 15; Offenbarung 1,17b-18

 

Bitte nehmen Sie im Todesfall mit dem Pfarramt ihres Wohnorts Kontakt auf.

 
Singen und Beten
  • add_circle Wer ist für die Bestattung meiner Angehörigen zuständig?

    Normalerweise der Pfarrer oder die Pfarrerin der Kirchengemeinde, in der der oder die Verstorbene zuletzt gewohnt hat. Es Anruf im zuständigen Pfarramt genügt, um die Pfarrerin zu informieren. Diese wird sich dann wegen eines Bestattungsgespräches mit der Familie in Verbindung setzen.

  • add_circle Und wenn ein anderer Pfarrer näher steht?

    Wird für die Beerdigung ein anderer Pfarrer gewünscht, muss dies der zuständigen Kirchengemeinde mitgeteilt und ein Abmeldeschein (Dimissoriale) eingeholt werden. Der Pfarrer oder die Pfarrerin muss dann entsprechend benachrichtigt werden.

  • add_circle Können sich Mitglieder anderer Kirchen evangelisch beerdigen lassen?

    Im Prinzip ja. Aber dazu benötigen sie von der zuständigen Pfarrei einen Abmeldeschein (Dimissoriale). Ob er diese Zustimmung gibt, entscheidet der zuständige Pfarrer. Aber in den meisten Fällen wird die Zustimmung aus seelsorgerlichen Gründen erteilt.

  • add_circle Was, wenn der Verstorbene aus der Kirche ausgetreten war?

    In der Regel respektiert die Evangelische Kirche den Willen des Verstorbenen, den er mit seinem Austritt aus der Kirche zum Ausdruck gebracht hat. Damit hat er zu erkennen gegeben, dass er kirchliche Handlungen für sich ablehnt, auch die kirchliche Begleitung im Falle des Todes. Eine kirchliche Bestattung von Nicht-Kirchenmitgliedern ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich und darf nicht dem zu Lebzeiten geäußerten Willen des Toten widersprechen. Sprechen Sie mit dem zuständigen Pfarrer darüber.

  • add_circle Können ungetaufte Kinder bestattet werden?

    Selbstverständlich. Auch ein tot geborenes Kind kann auf Wunsch der Eltern mit einer kirchlichen Trauerfeier bestattet werden. Viele Friedhöfe haben eine besonders gestaltete Grabstätte für früh verstorbene Kinder.

  • add_circle Kann ein Mensch, der sich selbst getötet hat, kirchlich bestattet werden?

    Eine Selbsttötung ist keinesfalls ein Grund, den Gottesdienst zur Bestattung zu versagen. Die Kirche lehnt zwar die Selbsttötung ab, nicht aber den Menschen, der in diese Ausweglosigkeit geraten ist. Die Angehörigen haben ein Recht auf kirchlichen Beistand.

  • add_circle Ist eine Bestattung auf einem anderen Friedhof möglich?

    Wenn ein Verstorbener den Wunsch geäußert hat, an einem anderen Ort als auf dem Friedhof seines Hauptwohnsitzes beerdigt zu werden, steht diesem Wunsch von kirchlicher Seite nichts entgegen. Derartige Wünsche müssen allerdings mit der zuständigen Friedhofsverwaltung des gewünschten Friedhofs besprochen werden.

  • add_circle Sollen Kinder mit zur Beerdigung kommen?

    Das hängt sehr von den Kindern ab. Prinzipiell schadet es Kindern nicht, an einer Bestattung teilzunehmen. Das ermöglicht ihnen, das Geschehene besser zu begreifen. Allerdings sollten Kinder gut auf die Bestattung vorbereitet und gefragt werden, ob sie denn zur Beerdigung wollen. Meist haben Kinder ein gutes Gespür dafür, ob es ihnen zu viel ist oder nicht.

  • add_circle Was kostet die kirchliche Bestattung?

    Die seelsorgerliche Begleitung und die Aussegnung sind für evangelische Kirchenmitglieder selbstverständlich kostenfrei. Für die liturgische und musikalische Gestaltung des Gottesdienstes, für die Heizung von Gebäuden, für Sargträger oder Posaunenchorbegleitung können Kirchengemeinden einen Aufwandersatz verlangen. Zusätzlich werden meist für die Nutzung der Friedhofskapelle von der Kommune Gebühren erhoben.