Die evangelische Militärseelsorge geschieht im Auftrag der Landeskirchen; die Militärpfarrer werden für einen Zeitraum von maximal 12 Jahren dafür freigestellt. Sie bleiben Zivilisten und sind nicht der militärischen Führung unterstellt, sondern dem jeweils ranghöchsten Offizier eines Standortes zugeordnet.

 

Aufgaben:

  1. Gottesdienste: Sie werden als Standortgottesdienste oder Feldgottesdienste in den Garnisonskirchen oder in Kasernen und auf Übungsplätzen gefeiert.
  2. Seelsorge: Die Militärpfarrer haben ein offenes Ohr für die Anliegen aller Soldaten und ihrer Angehörigen – gleich welcher Konfession oder Religion sie sind.
  3. Lebenskundlicher Unterricht: ein vom Staat gewünschter Unterricht zur Schärfung der sittlich ethischen Einstellung.
  4. Rüstzeiten: Die Militärpfarrer laden zu Soldatenrüstzeiten (während der Woche) oder Familienrüstzeiten (an Wochenenden) ein; dabei werden Fragen der Lebensführung, des Glaubens oder allgemeine gesellschaftliche Themen aus christlicher Sicht behandelt.
  5. Begleitung der Truppe auf Übungen und in Auslandseinsätze: Die Militärpfarrer feiern dort Gottesdienste und stehen zur Seelsorge bereit.

Generell gilt: Es ist nicht die Aufgabe der Militärseelsorge, die Moral der Truppe zu stärken, sondern den Menschen in der Uniform Gottes Wort zu verkündigen und ihnen in ihren seelsorgerlichen Nöten beizustehen.

 

Links:

Evangelisches Militärpfarramt Ulm I

Evangelisches Militärpfarramt Ulm II
www.militaerseelsorge.de